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> <channel><title>weihnachten-neu.org &#187; Advent-Gedichte</title> <atom:link href="http://weihnachten-neu.org/category/advent/advent-gedichte/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://weihnachten-neu.org</link> <description>Das große Themenportal zu Weihnachten</description> <lastBuildDate>Wed, 02 May 2012 16:04:58 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator> <item><title>Adventgedichte: Am ersten Sonntage im Advent von Annette von Droste-Hülshoff</title><link>http://weihnachten-neu.org/2009/10/adventgedichte-am-ersten-sonntage-im-advent-von-annette-von-droste-hulshoff/</link> <comments>http://weihnachten-neu.org/2009/10/adventgedichte-am-ersten-sonntage-im-advent-von-annette-von-droste-hulshoff/#comments</comments> <pubDate>Tue, 20 Oct 2009 16:11:48 +0000</pubDate> <dc:creator>Thomas</dc:creator> <category><![CDATA[Advent-Gedichte]]></category> <category><![CDATA[Annette von Droste-Hülshoff]]></category> <category><![CDATA[Christkind]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://weihnachten-neu.org/?p=939</guid> <description><![CDATA[<p
class="wp-caption-text">Adventgedichte: Am ersten Sonntage im Advent von Annette von Droste-Hülshoff</p><p> Am ersten Sonntage im Advent</p><p>Evang.: Eintritt Jesu in Jerusalem</p><p>Du bist so mild, So reich an Duldung, liebster Hort, Und mußt so wilde Streiter haben; Dein heilig Bild Ragt überm stolzen Banner fort, Und deine Zeichen will man graben In Speer <span
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id="image" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img
class="size-medium wp-image-43" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;"  title="Adventgedichte, Christkind, , , Annette von Droste-Hülshoff, Am ersten Sonntage im Advent" src="http://www.weihnachten-neu.org/wp-content/uploads/2009/08/stille-nacht-karte-300x225.jpg" alt="Adventgedichte, Christkind, , , Annette von Droste-Hülshoff, Am ersten Sonntage im Advent" /><p
class="wp-caption-text">Adventgedichte: Am ersten Sonntage im Advent von Annette von Droste-Hülshoff</p></div><p><h2>Am ersten Sonntage im Advent</h2></p><p>Evang.: Eintritt Jesu in Jerusalem</p><p>Du bist so mild,<br
/> So reich an Duldung, liebster Hort,<br
/> Und mußt so wilde Streiter haben;<br
/> Dein heilig Bild<br
/> Ragt überm stolzen Banner fort,<br
/> Und deine Zeichen will man graben<br
/> In Speer und funkensprüh&#8217;nden Schild.</p><p>Mit Spott und Hohn<br
/> Gewaffnet hat Parteienwut,<br
/> Was deinen sanften Namen träget,<br
/> Und klirrend schon<br
/> Hat in des frömmsten Lammes Blut<br
/> Den Fehdehandschuh man geleget,<br
/> Den Zepter auf die Dornenkron&#8217;.</p><p>So bleibt es wahr,<br
/> Was wandelt durch des Volkes Mund:<br
/> Daß, wo man deinen Tempel schauet<br
/> So mild und klar,<br
/> Dicht neben den geweihten Grund<br
/> Der Teufel seine Zelle bauet,<br
/> Sich wärmt die Schlange am Altar.</p><p>Wenn Stirn an Stirn<br
/> Sich drängen mit verwirrtem Schrei<br
/> Die Kämpfer um geweihte Sache,<br
/> Wenn in dem Hirn<br
/> Mehr schwindelt von der Welt Gebräu,<br
/> Von Siegesjubel, Ehr und Rache<br
/> Mehr zähe Spinngewebe schwirr&#8217;n,</p><p>Als stark und rein<br
/> Der Treue Nothhemd weben sich<br
/> Sollt&#8217;, von des Herzens Schlag gerötet:<br
/> Wer denkt der Pein,<br
/> Durchzuckend wie mit Messern dich,<br
/> Als für die Kreuz&#8217;ger du gebetet! -<br
/> O Herr, sind dies die Diener dein?</p><p>Wie liegt der Fluch<br
/> Doch über Alle, deren Hand<br
/> Noch rührt die Sündenmutter Erde!<br
/> Ist&#8217;s nicht genug,<br
/> Daß sich der Flüchtling wärmt am Brand<br
/> Der Hütte? Muß auf deinem Herde<br
/> Die Flamme schür&#8217;n unsel&#8217;ger Trug?</p><p>Wer um ein Gut<br
/> Der Welt die Sehnsucht sich verdarb,<br
/> Den muß der finstre Geist umfahren;<br
/> Doch was dein Blut,<br
/> Dein heilig Dulden uns erwarb,<br
/> Das sollten kniend wir bewahren<br
/> Mit starkem aber reinem Mut,</p><p>Allmächt&#8217;ger du,<br
/> In dieser Zeit, wo dringend Not,<br
/> Daß rein dein Heiligtum sich zeige,<br
/> O, laß nicht zu,<br
/> Daß Lästerung, die lauernd droht,<br
/> Verschütten darf des Hefens Neige<br
/> Und, ach, den klaren Trank dazu!</p><p>Laß alle Treu&#8217;<br
/> Und allen standhaft echten Mut<br
/> Aufflammen immer licht und lichter!<br
/> Kein Opfer sei<br
/> Zu groß für ein unschätzbar Gut,<br
/> Und deine Scharen mögen dichter<br
/> Und dichter treten Reih an Reih.</p><p>Doch ihr Gewand<br
/> Sei weiß, und auf der Stirne wert<br
/> Soll keine Falte düster ragen;<br
/> In ihrer Hand,<br
/> Und faßt die Linke auch das Schwert,<br
/> Die Rechte soll den Ölzweig tragen,<br
/> Und aufwärts sei der Blick gewandt.</p><p>So wirst du früh<br
/> Und spät, so wirst du einst und heut&#8217;<br
/> Als deine Streiter sie erkennen:<br
/> Voll Schweiß und Müh&#8217;,<br
/> Demütig, standhaft, friedbereit;<br
/> So wirst du deine Scharen nennen<br
/> Und Segen strömen über sie.<p>Annette von Droste-Hülshoff</p><p><font
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isPermaLink="false">http://weihnachten-neu.org/?p=936</guid> <description><![CDATA[<p
class="wp-caption-text">Adventgedichte: Am zweiten Sonntage im Advent von Annette von Droste-Hülshoff</p><p> Am zweiten Sonntage im Advent</p><p>Evang.: Von Zeichen an der Sonne</p><p>Wo bleibst du, Wolke, die den Menschensohn Soll tragen? Seh&#8217; ich das Morgenrot im Osten schon Nicht leise ragen? Die Dunkel steigen, Zeit rollt matt und gleich; Ich seh&#8217; es flimmern, <span
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id="image" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><img
class="size-medium wp-image-43" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;"  title="Adventgedichte, Stern, Sonne, , Annette von Droste-Hülshoff, Am zweiten Sonntage im Advent" src="http://www.weihnachten-neu.org/wp-content/uploads/2009/08/engel-weihnacht-deko.jpg-199x300.jpg" alt="Adventgedichte, Stern, Sonne, , Annette von Droste-Hülshoff, Am zweiten Sonntage im Advent" /><p
class="wp-caption-text">Adventgedichte: Am zweiten Sonntage im Advent von Annette von Droste-Hülshoff</p></div><p><h2>Am zweiten Sonntage im Advent</h2></p><p>Evang.: Von Zeichen an der Sonne</p><p>Wo bleibst du, Wolke, die den Menschensohn<br
/> Soll tragen?<br
/> Seh&#8217; ich das Morgenrot im Osten schon<br
/> Nicht leise ragen?<br
/> Die Dunkel steigen, Zeit rollt matt und gleich;<br
/> Ich seh&#8217; es flimmern, aber bleich, ach, bleich!</p><p>Mein eignes Sinnen ist es, was da quillt<br
/> Entzündet,<br
/> Wie aus dem Teiche grün und schlammerfüllt<br
/> Sich wohl entbindet<br
/> Ein Flämmchen und von Schilfgestöhn umwankt<br
/> Unsicher in dem grauen Dunste schwankt.</p><p>So muß die allerkühnste Phantasie<br
/> Ermatten;<br
/> So in der Mondesscheibe sah ich nie<br
/> Des Berges Schatten,<br
/> Gewiß, ob ein Koloß die Formen zog,<br
/> Ob eine Träne mich im Auge trog.</p><p>So ragt und wälzt sich in der Zukunft Reich –<br
/> Ein Schemen!<br
/> Mein Sinnen sonder Kraft! – Gedanke bleich.<br
/> Wer will mir nehmen<br
/> Das Hoffen, was ich in des Herzens Schrein<br
/> Gehegt als meiner Armut Edelstein?</p><p>Gib dich gefangen, törichter Verstand!<br
/> Steig nieder<br
/> Und zünde an des Glaubens reinem Brand<br
/> Dein Döchtlein wieder,<br
/> Die arme Lampe, deren matter Hauch<br
/> Verdumpft, erstickt in eignen Qualmes Rauch.</p><p>Du seltsam rätselhaft Geschöpf aus Ton,<br
/> Mit Kräften,<br
/> Die leben, wühlen, zischen wie zum Hohn<br
/> In allen Säften,<br
/> O bade deinen wüsten Fiebertraum<br
/> Im einz&#8217;gen Quell, der ohne Schlamm und Schaum!</p><p>Wehr ab, stoß fort, was gleich dem frechen Feind<br
/> Dir sendet<br
/> Die Macht, so wetterleuchtet und verneint,<br
/> Und starr gewendet<br
/> Wie zum Polarstern halt das Eine fest,<br
/> Sein Wort, sein heilig Wort, und – Schach dem Rest!</p><p>Dann wirst du auf der Wolke deinen Herrn<br
/> Erkennen,<br
/> Dann sind Jahrtausende nicht kalt und fern,<br
/> Und zitternd nennen<br
/> Darfst du der Worte Wort, des Lebens Mark,<br
/> Wenn dem Geheimnis deine Seele stark.</p><p>Und heute schon, es steht in Gottes Hand,<br
/> Erschauen<br
/> Magst du den Heiland und der Seele Brand<br
/> Gleich dem Vertrauen.<br
/> Zerfallen mögen Erd&#8217; und Himmelshöhn,<br
/> Doch seine Worte werden nicht vergehn.<p>Annette von Droste-Hülshoff</p><p><font
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isPermaLink="false">http://weihnachten-neu.org/?p=933</guid> <description><![CDATA[<p
class="wp-caption-text">Adventgedichte: Am vierten Sonntage im Advent von Annette von Droste-Hülshoff</p><p> Am vierten Sonntage im Advent</p><p>Evang.: Vom Zeugnisse Johannis</p><p>Fragst du mich, wer ich bin? Ich berg&#8217; es nicht: Ein Wesen bin ich sonder Farb&#8217; und Licht. Schau mich nicht an; dann wendet sich dein Sinn; Doch höre, höre, höre! denn ich <span
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id="image" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img
class="size-medium wp-image-43" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;"  title="Adventgedichte, Christkind, , , Annette von Droste-Hülshoff, Am vierten Sonntage im Advent" src="http://www.weihnachten-neu.org/wp-content/uploads/2009/08/weihnacht-engel-3x199.jpg" alt="Adventgedichte, Christkind, , , Annette von Droste-Hülshoff, Am vierten Sonntage im Advent" /><p
class="wp-caption-text">Adventgedichte: Am vierten Sonntage im Advent von Annette von Droste-Hülshoff</p></div><p><h2>Am vierten Sonntage im Advent</h2></p><p>Evang.: Vom Zeugnisse Johannis</p><p>Fragst du mich, wer ich bin? Ich berg&#8217; es nicht:<br
/> Ein Wesen bin ich sonder Farb&#8217; und Licht.<br
/> Schau mich nicht an; dann wendet sich dein Sinn;<br
/> Doch höre, höre, höre! denn ich bin<br
/> Des Rufers in der Wüste Stimme.</p><p>In Nächten voller Pein kam mir das Wort<br
/> Von ihm, der Balsam sät an Sumpfes Bord,<br
/> Im Skorpion der Heilung Öl gelegt,<br
/> Dem auch der wilde Dorn die Rose trägt,<br
/> Der tote Stamm entzündet sein Geglimme.</p><p>So senke deine Augen und vernimm<br
/> Von seinem Herold deines Herren Grimm,<br
/> Und seine Gnade sei dir auch bekannt,<br
/> Der Wunde Heil, so wie der schwarze Brand,<br
/> Wenn seiner Adern Bluten hemmt der Schlimme.</p><p>Merk auf! Ich weiß es, daß in härtster Brust<br
/> Doch schlummert das Gewissen unbewußt;<br
/> Merk auf, wenn es erwacht; und seinen Schrei<br
/> Ersticke nicht, wie Mutter sonder Treu&#8217;<br
/> Des Bastards Wimmern und sein matt Gekrümme!</p><p>Ich weiß es auch, daß in der ganzen Welt<br
/> Dem Teufel die Altäre sind gestellt,<br
/> Daß Mancher kniet demütig nicht gebeugt;<br
/> Und überm Sumpfe engelgleich und leicht<br
/> Der weiße Lotos wie ein Kindlein schwimme.</p><p>Es tobt des tollen Strudels Ungestüm,<br
/> Und zitternd fliehen wir das Ungetüm;<br
/> Still liegt der Sumpf und lauert wie ein Dieb:<br
/> Wir pflücken Blumen, und es ist uns lieb<br
/> Zu schaun des Irrlichts tanzendes Geflimme.</p><p>Drum nicht vor dem Verruchten sei gewarnt;<br
/> Doch wenn dich süßer Unschuld Schein umgarnt,<br
/> Dann lächelt der Vampyr, dann fahr&#8217; zurück<br
/> Und senke tief, o tief in dich den Blick,<br
/> Ob leise quellend die Verwesung klimme!</p><p>Ja, wo dein Aug&#8217; sich schaudernd wenden mag,<br
/> Da bist du sicher mindestens diesen Tag;<br
/> Doch gift&#8217;ger öfters ist ein Druck der Hand,<br
/> Die weiche Träne und der stille Brand,<br
/> Den Lorbeer treibend aus Vulkanes Grimme.</p><p>Ich bin ein Hauch nur; achtet nicht wie Tand<br
/> Mein schwaches Wehn, um dess, der mich gesandt.<br
/> Erwacht, erwacht! Ihr steht in seinem Reich;<br
/> Denn sehet, er ist mitten unter euch,<br
/> Den ihr verkennt, und ich bin seine Stimme!<p>Annette von Droste-Hülshoff</p><p><font
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isPermaLink="false">http://weihnachten-neu.org/?p=927</guid> <description><![CDATA[<p
class="wp-caption-text">Adventgedichte: Es ist Advent von Friedrich Wilhelm Kritzinger</p><p> Es ist Advent</p><p>Die Blumen sind verblüht im Tal, Die Vöglein heimgezogen; Der Himmel schwebt so grau und fahl, Es brausen kalt die Wogen. Und doch nicht Leid im Herzen brennt: Es ist Advent!</p><p>Es zieht ein Hoffen durch die Welt, Ein starkes, frohes <span
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id="image" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><img
class="size-medium wp-image-43" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;"  title="Adventgedichte, Winter, Hoffnung, , Friedrich Wilhelm Kritzinger, Es ist Advent" src="http://www.weihnachten-neu.org/wp-content/uploads/2009/08/weihnachten-basteln-engel-horn.jpg-199x300.jpg" alt="Adventgedichte, Winter, Hoffnung, , Friedrich Wilhelm Kritzinger, Es ist Advent" /><p
class="wp-caption-text">Adventgedichte: Es ist Advent von Friedrich Wilhelm Kritzinger</p></div><p><h2>Es ist Advent</h2></p><p>Die Blumen sind verblüht im Tal,<br
/> Die Vöglein heimgezogen;<br
/> Der Himmel schwebt so grau und fahl,<br
/> Es brausen kalt die Wogen.<br
/> Und doch nicht Leid im Herzen brennt:<br
/> Es ist Advent!</p><p>Es zieht ein Hoffen durch die Welt,<br
/> Ein starkes, frohes Hoffen;<br
/> Das schließet auf der Armen Zelt<br
/> Und macht Paläste offen;<br
/> Das kleinste Kind die Ursach kennt:<br
/> Es ist Advent!</p><p>Advent, Advent, du Lerchensang<br
/> Von Weihnachts Frühlingstunde!<br
/> Advent, Advent, du Glockenklang<br
/> Vom neuem Gnadenbunde!<br
/> Du Morgenstrahl von Gott gesendt!<br
/> Es ist Advent.<p>Friedrich Wilhelm Kritzinger</p><p><font
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isPermaLink="false">http://weihnachten-neu.org/?p=925</guid> <description><![CDATA[<p
class="wp-caption-text">Adventgedichte: Advent von Rainer Maria Rilke</p><p> Advent</p><p>Es treibt der Wind im Winterwalde Die Flockenherde wie ein Hirt, Und manche Tanne ahnt, wie balde Sie fromm und lichterheilig wird, Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen Streckt sie die Zweige hin &#8211; bereit, Und wehrt dem Wind und wächst entgegen Der einen Nacht <span
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id="image" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img
class="size-medium wp-image-43" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;"  title="Adventgedichte, Winter, , , Rainer Maria Rilke, Advent" src="http://www.weihnachten-neu.org/wp-content/uploads/2009/08/engel-chor-weihnachten-basteln.jpg-300x199.jpg" alt="Adventgedichte, Winter, , , Rainer Maria Rilke, Advent" /><p
class="wp-caption-text">Adventgedichte: Advent von Rainer Maria Rilke</p></div><p><h2>Advent</h2></p><p>Es treibt der Wind im Winterwalde<br
/> Die Flockenherde wie ein Hirt,<br
/> Und manche Tanne ahnt, wie balde<br
/> Sie fromm und lichterheilig wird,<br
/> Und lauscht hinaus.  Den weißen Wegen<br
/> Streckt sie die Zweige hin &#8211; bereit,<br
/> Und wehrt dem Wind und wächst entgegen<br
/> Der einen Nacht der Herrlichkeit.<p>Rainer Maria Rilke</p><p><font
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isPermaLink="false">http://weihnachten-neu.org/?p=921</guid> <description><![CDATA[<p
class="wp-caption-text">Adventgedichte: Lied im Advent von Matthias Claudius</p><p> Lied im Advent</p><p>Immer ein Lichtlein mehr im Kranz, den wir gewunden, daß er leuchte uns so sehr durch die dunklen Stunden.</p><p>Zwei und drei und dann vier! Rund um den Kranz welch ein Schimmer, und so leuchten auch wir, und so leuchtet das Zimmer.</p> <span
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id="image" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><img
class="size-medium wp-image-43" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;"  title="Adventgedichte, Kranz, Licht, , Matthias Claudius, Lied im Advent" src="http://www.weihnachten-neu.org/wp-content/uploads/2009/08/weihnachten-baum-kugel-gold-300x300.jpg" alt="Adventgedichte, Kranz, Licht, , Matthias Claudius, Lied im Advent" /><p
class="wp-caption-text">Adventgedichte: Lied im Advent von Matthias Claudius</p></div><p><h2>Lied im Advent</h2></p><p>Immer ein Lichtlein mehr<br
/> im Kranz, den wir gewunden,<br
/> daß er leuchte uns so sehr<br
/> durch die dunklen Stunden.</p><p>Zwei und drei und dann vier!<br
/> Rund um den Kranz welch ein Schimmer,<br
/> und so leuchten auch wir,<br
/> und so leuchtet das Zimmer.</p><p>Und so leuchtet die Welt<br
/> langsam der Weihnacht entgegen.<br
/> Und der in Händen sie hält,<br
/> weiß um den Segen!<p>Matthias Claudius</p><p><font
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class="ngg-related-gallery"><a
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isPermaLink="false">http://weihnachten-neu.org/?p=915</guid> <description><![CDATA[<p
class="wp-caption-text">Adventgedichte: Valer und Anna von Emanuel Geibel</p><p> Valer und Anna</p><p>Als Bonapart&#8217; auf seinem Siegesgang, Dem keine Hand von Staub ein Ziel zu stecken Bestimmt schien, plötzlich stockt&#8217; und wankt&#8217; und sank Durch Moskau&#8217;s Flammen und des Winters Schrecken, Geschah&#8217;s, daß in des Rückzugs Hast und Drang, Der wirr dahinstob durch die <span
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id="image" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><img
class="size-medium wp-image-43" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;"  title="Adventgedichte, Winter, Napoleon, , Emanuel Geibel, Valer und Anna" src="http://www.weihnachten-neu.org/wp-content/uploads/2009/08/silvester-karte-kostenlos-225x300.jpg" alt="Adventgedichte, Winter, Napoleon, , Emanuel Geibel, Valer und Anna" /><p
class="wp-caption-text">Adventgedichte: Valer und Anna von Emanuel Geibel</p></div><p><h2>Valer und Anna</h2></p><p>Als Bonapart&#8217; auf seinem Siegesgang,<br
/> Dem keine Hand von Staub ein Ziel zu stecken<br
/> Bestimmt schien, plötzlich stockt&#8217; und wankt&#8217; und sank<br
/> Durch Moskau&#8217;s Flammen und des Winters Schrecken,<br
/> Geschah&#8217;s, daß in des Rückzugs Hast und Drang,<br
/> Der wirr dahinstob durch die öden Strecken,<br
/> Ein deutscher Hauptmann unter&#8217;m flücht&#8217;gen Trosse<br
/> Im Schnee zusammenbrach mit seinem Rosse.</p><p>Erstarrt vom Froste, halb verhungert, wund,<br
/> Sucht er noch einmal sich emporzuraffen:<br
/> Umsonst, sein Haupt sinkt rückwärts auf den Grund<br
/> Zu Wagentrümmern, weggeworfnen Waffen<br
/> Und Todten, die, gleich ihm, in weitem Rund<br
/> Die Flucht umhergestreut. Ein tief Erschlaffen<br
/> Kommt über ihn: mit Mühe nur die Hände<br
/> Noch faltet er und faßt sich auf sein Ende.<br
/> Oft hatt&#8217; er schon in des Gefechtes Glut<br
/> Dem Tod getrotzt! auch jetzt in dieser herben<br
/> Gestalt sieht er ihn nahn mit festem Muth;<br
/> Trifft&#8217;s doch nur ihn, der ohne Weib und Erben.<br
/> Wenn irgend ein Gedank&#8217; ihm wehe thut,<br
/> Ist&#8217;s der, nicht für sein Vaterland zu sterben,<br
/> Denn treu im Sinn dem Geiste seiner Ahnen,<br
/> Folgt&#8217; er gezwungen nur des Kaisers Fahnen.</p><p>So liegt er da, liegt manche Stunde lang,<br
/> Bewußt bald, fiebernd bald von Kampf und Schlachten!<br
/> Um Mittag war&#8217;s, als er zu Boden sank,<br
/> Und nun bereits will&#8217;s überm Schneefeld nachten;<br
/> Die wunde Schulter brennt; nach einem Trank<br
/> Lechzt seine Kehle mit erhitztem Schmachten –<br
/> Da hört er&#8217;s traben, dann ein Pfiff, ein Fluchen.<br
/> Das sind Kosacken, die nach Beute suchen.</p><p>Und näher kommt&#8217;s, und roth wie Fackelbrand<br
/> Fließt&#8217;s um ihn her; er sieht im engen Kreise<br
/> Die bärt&#8217;gen Lanzner, die mit sichrer Hand<br
/> Den Tod ausplündern nach Barbarenweise.<br
/> Da rinnt, was er bisher noch nie empfand,<br
/> Ein Schau&#8217;r von Furcht durch Mark und Bein ihm leise.<br
/> In Gottes Hand halt&#8217; er sich still ergeben,<br
/> Die Hand des blut&#8217;gen Räubers macht ihn beben.</p><p>Schon beugt ein Graubart über ihn sich her,<br
/> Und da der Wunde, den er todt geglaubt,<br
/> Emporzuckt, greift er ruhig nach dem Speer,<br
/> Ihn kalt zu machen, eh&#8217; er ihn beraubt;<br
/> Da plötzlich schallt, ein Ruf: Um Gott! Vater!<br
/> Halt! Halt! – Und durch den Schwarm mit hohem Haupt<br
/> Drängt sich ein Jüngling, dem die Silberlitzen<br
/> Der Russengarden an den Schultern blitzen.</p><p>Zurück, zurück, Kosacken! ruft er wieder.<br
/> So bittre Störung kam den Plündrern nie;<br
/> Doch da sie Degen, Schärp&#8217; und Hutgefieder<br
/> Am Fremdling schaun, gehorchen zögernd sie.<br
/> Der aber wirft sich bei dem Deutschen nieder,<br
/> Das Haupt ihm sanft aufstützend mit dem Knie,<br
/> Reibt ihm die Schläfe, tröpfelt ihm zum Munde<br
/> Ein Restchen Wein und forscht nach seiner Wunde.</p><p>In&#8217;s Meer wirf deine Wohlthat, spricht ein Lied<br
/> Im Morgenland, dem Land der weisen Zungen;<br
/> Wirf sie in&#8217;s Meer, wenn sie der Fisch nicht sieht,<br
/> So sieht sie Gott. – Nachsprech&#8217; ich&#8217;s tiefdurchdrungen;<br
/> Die gute That, wie still sie auch geschieht,<br
/> Ist unverloren. Gleich dem Kern, verschlungen<br
/> Vom Boden, reift sie. Sinkst du einst ermattet:<br
/> Sie ward zum Baum indeß, der kühl dir schattet.</p><p>Valer erfuhr&#8217;s. Er hatt&#8217; auf Moskaus Gassen<br
/> Jüngst einen Bauern, dessen schlichte Tracht<br
/> Kaum zu den seinen Zügen wollte passen,<br
/> Aus trunkner Schweizer Händen losgemacht;<br
/> Zwar seinen Namen hatt&#8217; er ihm gelassen,<br
/> Doch dann des Vorfalls weiter nicht gedacht,<br
/> Im schmucken Kriegsmann nun, der ihm so bieder<br
/> Beispringt, erkennt er seinen Schützling wieder.</p><p>Zum Reden freilich fehlt jetzt Kraft und Zeit.<br
/> Gefahr ist im Verzug. Der Russe schlingt<br
/> Ihm um die Wund&#8217; ein Tuch voll Sorglichkeit,<br
/> Das weich und feucht das Blut zum Stocken zwingt.<br
/> Dann ruft er laut; ein Schlitten steht bereit,<br
/> Drauf man den Tieferschöpften unterbringt,<br
/> Der trinkt noch einmal mit gedehntem Zuge;<br
/> Drauf sinkt er hin – und vorwärts geht&#8217;s im Fluge.</p><p>Schlaf, süßer Schlaf, geheimnißvoller Sohn<br
/> Des heil&#8217;gen Dunkels, der du jede Last<br
/> Uns abnimmst, und im Kranz von buntem Mohn<br
/> Vom Bruder Tod nichts als sein Lächeln hast;<br
/> Wenn du dem Herzen, dem sein Glück entflohn,<br
/> Die allzulauten Schläge lullst in Rast,<br
/> Wie lieblich dann, ein Hauch aus Paradiesen,<br
/> Ist deiner Flügel Wehen! Sei gepriesen!</p><p>Auch unsern Dulder rührt ihr sanfter Schlag;<br
/> Wie kühler Schatten ruht&#8217;s auf seinen Sinnen,<br
/> Lang&#8217;, lang&#8217;. – Zwar manchmal will, als wär&#8217; es Tag,<br
/> Ein Strahl durch seiner Träume Zwielicht rinnen,<br
/> Doch sinkt er stets, eh er sich sammeln mag,<br
/> Auf&#8217;s neu zurück, er fühlt&#8217;s, auf weiche Linnen.<br
/> Wie viel indeß verfließt des Zeitenschwalles,<br
/> Ihn kümmert&#8217;s nicht. Er ruht – und das ist alles.</p><p>Doch endlich summt es in sein trunken Ohr<br
/> Wie tiefmetallner Hall, und klingt, und klingt –<br
/> Er hört&#8217;s, er rührt sich, schlägt das Aug&#8217; empor,<br
/> Und wie sein Blick umher im Kreise dringt,<br
/> Als ob er stets noch träume, kommt&#8217;s ihm vor; –<br
/> Im Himmelbett, das grüne Seid&#8217; umschlingt,<br
/> Sieht er sich ruhn, in hohem Teppichzimmer,<br
/> Mit Holz getäfelt von gedämpftem Schimmer,</p><p>Und hier ein Tischlein; Gläser mannigfalt,<br
/> Arzneien drauf, gezupfte Linnenflocken;<br
/> Und dort zunächst dem Fenster, mild umwallt<br
/> Vom Sonnenglanz und vom Getön der Glocken,<br
/> Hinlehnend eine weibliche Gestalt.<br
/> Sie kehrt den Rücken ihm; die braunen Locken,<br
/> Wie drüberhin des Morgens Strahlen wogen,<br
/> Sind wie von goldnem Glorienschein umzogen.</p><p>Zu ordnen scheint sie mit vertieftem Sinn<br
/> Die Blumen, die des Fensters Blend&#8217; umranken,<br
/> Und wie zum Gruß um&#8217;s Haupt der Pflegerin<br
/> Mit brennend rothen Kelchen niederschwanken.<br
/> Valer starrt hin, blickt fort, starrt wieder hin –<br
/> S&#8217;ist wie zuvor. Er müht sich, die Gedanken<br
/> Zu zwingen, daß sie Sonst und Jetzt verbinden;<br
/> Umsonst, er weiß sich nicht zurecht zu finden.</p><p>Den Sturz im Schnee, die Angst der Schreckensnacht,<br
/> Ein dumpf Empfinden dann, er sei gerettet,<br
/> Mehr kann er nicht erinnern, wie bedacht<br
/> Rücksinnend er auch Schlüss&#8217; an Schlüsse kettet.<br
/> Wer hat in dieß Asyl ihn hergebracht?<br
/> Wer ihn so weich und liebevoll gebettet?<br
/> Gepflegt, verbunden, wer? und wer ist dort<br
/> Die holde Hüterin am holden Ort?</p><p>Er stützt sich auf im Bett, und hingewandt<br
/> Zu ihr – auf russisch, daß sie ihn verstehe –<br
/> Wo bin ich? fragt er, welcher güt&#8217;gen Hand<br
/> Verdank ich&#8217;s, daß ich noch das Tagslicht sehe?<br
/> Da blickt sie um, und steht wie festgebannt,<br
/> Thränen im Aug&#8217;. Ob&#8217;s Scham vor seiner Nähe,<br
/> Ob&#8217;s Freud&#8217; ist, was sie so bewegt, ob beides –<br
/> Ich kann&#8217;s nicht sagen; wer&#8217;s vermag, entscheid&#8217; es.</p><p>Gelobt sei Gott! so ruft sie, und vom Grunde<br
/> Des vollen Herzens quellen Ton und Wort.<br
/> Doch dann, vergessend ganz, daß er um Kunde<br
/> Sie ansprach, wie ein Rehlein schlüpft sie fort<br
/> Mit leichten Füßen. Nach blickt ihr der Wunde,<br
/> Und preßt die Hand auf&#8217;s Herz, als spürt&#8217; er dort<br
/> Ein plötzlich Leid – da, freudig lächelnd, tritt<br
/> Sein junger Retter ein mit raschem Schritt,</p><p>Nun geht&#8217;s an ein Erzählen, Forschen, Fragen,<br
/> Und bald sind alle Wunder aufgeklärt.<br
/> Valer, vom flücht&#8217;gen Schlitten hergetragen,<br
/> Ruht an Gregors, des Russen, altem Herd,<br
/> Wo ihm, dem Schläfer, nun seit sieben Tagen<br
/> Der edle Gastfreund Pfleg&#8217; und Schutz gewährt,<br
/> Von seiner Schwester, seiner Mutter Händen<br
/> Hold unterstützt, die Wohlthat zu vollenden.</p><p>Auch hört Valer, um den&#8217;s wie Licht sich breitet,<br
/> Daß mehr Gregor ihm dankt, als er verstand;<br
/> Er trifft in ihm den Kühnen, der, geleitet<br
/> Von heil&#8217;gem Zorn, den düstern Fackelbrand<br
/> In Moskau&#8217;s Schooß verkleidet vorbereitet –<br
/> Und fiel er damals in der Franken Hand,<br
/> Ward er erkannt auf seinen dunkeln Pfaden,<br
/> So war sein Theil die Kugel sonder Gnaden.</p><p>Bald nahn, den Gast zu grüßen, auch die Frauen:<br
/> Die Mutter mild und ernst, in Wittwentracht,<br
/> Ergebner Schwermuth Lächeln um die Brauen –<br
/> Die Tochter sah vorhin er, kaum erwacht.<br
/> Weich, schlank und schmiegsam ist ihr Wuchs zu schauen;<br
/> Vom Auge, dunkel wie gestirnte Nacht,<br
/> Strahlt Gut&#8217; und Unschuld: Schläf&#8217; und Wangen zeigen<br
/> Den blassen Schmelz, der ächten Peilen eigen.</p><p>Bald wird man traulich. Das Gespräch durchwehen<br
/> Rührung und Scherz, die gern Genossen sind,<br
/> Wie Falter gern um dunkle Bäche schweben –<br
/> Erwärmt vergißt man, daß die Stunde rinnt.<br
/> Erst als Gregor, dem Kranken Ruh zu geben,<br
/> Zum Aufbruch anmahnt, scheidet man geschwind,<br
/> Und Anna spricht, gemach der Scheu entschleiert,<br
/> Sie habe nie so froh Advent gefeiert.</p><p>Advent! das wollten jene Glocken sagen,<br
/> Die in den Traum ihm klangen, tief gestimmt;<br
/> Advent! ihm kommt aus frühsten Jugendtagen<br
/> Ein Schauer bei dem Wort, sein Auge schwimmt,<br
/> Des Münsters dunkle Pfeiler sieht er ragen,<br
/> Die Orgel hallt, die Fensterrose glimmt,<br
/> Advent! du Fest, zur Heilsbotschaft erkoren,<br
/> Er fühlt an dir zum Heil sich neugeboren.</p><p>So mild ist kein Gefühl, als zu genesen<br
/> Von schwerer Krankheit, die uns trüb umgraut.<br
/> Ein sanft Ermatten liegt auf unserm Wesen,<br
/> Gleich jenem Duft, der über Früchte thaut;<br
/> Wir blättern spielend nur, anstatt zu lesen,<br
/> Im Buche der Erscheinungen, doch schaut<br
/> Beim holden Spiele, deß wir rastend pflegen,<br
/> Die schöne Welt nur inn&#8217;ger uns entgegen.</p><p>Empfunden hab ich&#8217;s einst an Griechenlands<br
/> Gestaden, wo ich schon zu sterben wähnte.<br
/> O, wie mir da getaucht in tiefern Glanz<br
/> Der Himmel schien, die Bucht sich blauer dehnte,<br
/> Als ich nach Tagen dumpfen Fieberbrands<br
/> Am Zinnenrand des Klostergartens lehnte,<br
/> Und tiefen Zugs die duft&#8217;ge Kühle sog,<br
/> Die sanft herauf von Blüthenwäldern flog!</p><p>Glücksel&#8217;ge Stund&#8217;! In stiller Glorie ging<br
/> Des Tages Strahlenwimper langsam nieder;<br
/> An Tempeln und Cypressen scheidend hing<br
/> Sein Feuerblick, die Berge glänzten wider,<br
/> Das weite Meer ward wie ein goldner Ring –<br
/> Rubin die Inseln drin – und ferne Lieder<br
/> Trug her der Wind. Ich jauchzt&#8217; und fühlt&#8217; allein!<br
/> Du lebst, du lebst, und dieß ist wieder dein.</p><p>So war&#8217;s Valer. Und Süßres noch vielleicht<br
/> Geschieht ihm. Tank und Muße schüren sacht<br
/> Ein Feuer, das ihn erst im Traum beschleicht<br
/> Und, wie er&#8217;s spürt, schon brennt mit Uebermacht:<br
/> Aus jedem Becher, den ihm Anna reicht,<br
/> Nun trinkt er Leid und Wonnen: jede Nacht<br
/> Entschläft er, ihres Namens Hall im Munde;<br
/> Am Arm vernarbt, im Herzen klafft die Wunde.</p><p>Wer schilt ihn drum? Mit einem schönen Kind<br
/> Ist&#8217;s mißlich, unter einem Dach zu leben;<br
/> Wer mag an so viel Reizen täglich blind<br
/> Vorbeigehn, so ihm Gott ein Herz gegeben?<br
/> Besonders wenn dieß Herz noch nie geminnt,<br
/> Wie&#8217;s bei Valer war, oder wenn ihm eben<br
/> Die Welt entriß, woran es hing in Treue;<br
/> Heimweh nach alter Liebe zeugt die neue.</p><p>Nennt mich leichtfertig nicht um dieses schwere<br
/> Geständniß. Doch so ist des Manns Natur;<br
/> Viel trägt sein junges Herz, nur nicht die Leere,<br
/> Wenn&#8217;s einmal erst, was lieben heißt, erfuhr;<br
/> Im Blick noch um vergangnes Glück die Zähre,<br
/> Sucht er schon künft&#8217;ges. Romeo ließ sich nur<br
/> So rasch von Juliens Augen überwinden,<br
/> Weil er voll Schwermuth war um Rosalinden.</p><p>Doch Anna? fragt ihr. Nun, die weiß von Grämen,<br
/> Von Seufzern nichts; fort blüht sie ohne Harm;<br
/> So einfach scheint ihr&#8217;s, Theil an dem zu nehmen,<br
/> Der ihr den Bruder löst&#8217; aus Feindes Schwarm.<br
/> Daß süß dieß Mitleid, soll sie sich drum schämen?<br
/> Sie hegt ihn, pflegt ihn, stützt ihm mit dem Arm,<br
/> Wenn er, auf Stunden seiner Haft entlassen,<br
/> Lustwandelt auf des Schlosses Glasterrassen.</p><p>Und Abends, wenn im trauten Lampenschein<br
/> Beim Nachtmahl er erzählt von seinen Zügen,<br
/> Von Krieg und Schlacht, vom heimathlichen Rhein,<br
/> Da lauscht sie still mit athmendem Vergnügen;<br
/> Auch flicht sie wohl ein lächelnd Wort mit ein,<br
/> Und weiß voll Sinn zu preisen und zu rügen:<br
/> Oft muß er staunen, wie sie, kaum berichtet,<br
/> Mit sicherm Geist die schwersten Dinge schlichtet.</p><p>Viel Weisheit wohnt beim weiblichen Geschlechte,<br
/> Dafern der Ahnung Stimm&#8217; aus seiner Brust<br
/> Nicht weggebildet ward. Wo Tag&#8217; und Nächte<br
/> Der Mann oft Gründe wägt für Scheu und Lust,<br
/> Da trifft beim ersten Blick die Frau das Rechte,<br
/> Sie trifft&#8217;s und ist sich keines Grunds bewusst;<br
/> Der Mann fragt Bücher, Freunde, Welterfahrung,<br
/> Das Weib vernimmt des Herzens Offenbarung.</p><p>Drum geh&#8217; zu Frau&#8217;n, willst du Entscheidung haben<br
/> Auf irrem Pfad, bei schwankendem Geschick;<br
/> Und bist du Künstler, breite deine Gaben<br
/> Am liebsten aus vor ihrem reinen Blick,<br
/> Und wohl dir, mögen sie sich dran erlaben!<br
/> Nur eins, bleib ihnen fern mit Politik,<br
/> Denn hier auch spricht ihr Herz, das heißt: es schwört<br
/> Blind auf das Banner deß, dem&#8217;s angehört.</p><p>Doch zum Bericht! wir kommen sonst in&#8217;s Stocken.<br
/> Das Weihnachtsfest ist unter Kerzenschein<br
/> Dahingeflohn und kindlichem Frohlocken;<br
/> Des Jahres letzte Dämmrung bricht herein.<br
/> Unwetter bringt sie draußen, Sturm und Flocken,<br
/> Bleigießen drinnen, scherzhaft Prophezein;<br
/> Auch läßt Nußschalen man, drin Lichter glimmen,<br
/> Im weiten Rund des Silberbeckens schwimmen.</p><p>Glückwünschend drauf bei Hellem Gläserklange<br
/> Begrüßt man sich um Mitternacht. Valer<br
/> Wird still; der Schluß des Jahres mahnt ihn bange,<br
/> Daß hier nicht fürder seines Bleibens mehr.<br
/> Nach Anna blickt er mit wehmüth&#8217;gem Drange;<br
/> Die scherzt und lacht; ihr scheint das Herz nicht schwer<br
/> Um Künft&#8217;ges, das sie freilich nie erwogen.<br
/> Da blitzt&#8217;s ihm auf: Wie, wenn du dich betrogen?</p><p>Er geht, doch nicht zur Ruhe. Schlaflos ziehn,<br
/> Von Zweifelsqual in Hoffnung. Liebt sie ihn?<br
/> Nicht Rast vergönnt dieß Räthsel seinem Herzen.<br
/> Vom Lager springt er, schürt im Steinkamin<br
/> Die Flammen auf, entzündet seine Kerzen,<br
/> Setzt sich und schreibt, von hast&#8217;ger Glut getrieben,<br
/> Und dann zerreißt er, was er kaum geschrieben.</p><p>Ach, jedes Wort erscheint ihm todt und kalt;<br
/> Er kann&#8217;s nicht mit den dürft&#8217;gen Lettern sagen,<br
/> Was zitternd heiß in seiner Seele wallt;<br
/> Wer fesselt auch des Lebenspulses Schlagen?<br
/> Wer bannt der Lohe Züngeln zur Gestalt?<br
/> Je mehr er sinnt, je mehr muß er verzagen,<br
/> Die Hähne krähn, der Dämmrung weicht die Nacht,<br
/> Die Sonne steigt, und er hat nichts vollbracht.</p><p>Bleich, überwacht, das Blut von Fieberpein<br
/> Erregt, betritt er um des Frühmahls Zeit &#8216;<br
/> Den Saal und findet Anna noch allein.<br
/> Holdselig sitzt sie da; das schlichte Kleid<br
/> Von blassem Meergrün hebt den Silberschein,<br
/> Der um ihr Antlitz webt. Voll Herzlichkeit<br
/> Begrüßt sie ihn auch heut&#8217;, doch sie erschrickt,<br
/> Wie sie des Gastes düstre Stirn erblickt.</p><p>Um Gott, Valer, was ist euch angethan?<br
/> So fragt sie bang, Bestürzung auf den Brauen,<br
/> Sagt an, welch&#8217; plötzlich Unheil konnt&#8217; euch nahn?<br
/> Sprecht! sprecht! – Er aber blickt sie mit den blauen,<br
/> Tiefdunkeln Augen lange forschend an,<br
/> Als wollt er wie Krystall ihr Herz durchschauen;<br
/> Dann spricht er kurz, doch bebt im Ton sein Leiden:<br
/> Ich bin genesen, Anna, ich muß scheiden.</p><p>Von Menschen wissen wir, die in der Nacht<br
/> Der Mond emportreibt mit entschlafnen Sinnen;<br
/> Wie Geister sonder Schwere wandeln sacht<br
/> Auf Giebeln sie dahin und Thurmeszinnen;<br
/> Doch rufst du sie bei Namen: jäh erwacht,<br
/> Des Auges Nebel fühlen sie zerrinnen,<br
/> Sie sehn, sie zittern, Angst befällt die Glieder,<br
/> Und Schwindel reißt sie in die Tiefe nieder.</p><p>So ist&#8217;s mit Anna. Wie ein Traum zerstiebt<br
/> Beim Worte: Scheiden all ihr harmlos Wähnen;<br
/> Auf steilem First, der nirgends Halt ihr giebt,<br
/> Sieht sie zu Füßen sich den Abgrund gähnen;<br
/> Sie ist erwacht, sie stürzt hinein – sie liebt.<br
/> Durch ihre Wimpern bricht ein Strom von Thränen,<br
/> Und aus der tiefsten Seele weint das Wort:<br
/> O bleib, Valer, o bleib, o geh nicht fort!</p><p>Und wie er glühend nun, halb unbewußt,<br
/> In dunklem Trieb nach ihr die Arme breitet,<br
/> Da wirft sie stürmisch sich an seine Brust<br
/> Und will vergehn in Schluchzen. O wie streitet<br
/> Im Zittern dieses Lautes Leid mit Lust!<br
/> Wie holden Wohlklang auch die Welt bereitet,<br
/> So süß mag keiner wie solch Weinen sein,<br
/> Das wortlos sagt: ich bin auf ewig dein.</p><p>Und dann, indeß ihn fest die Arm&#8217; umschließen,<br
/> Wirft sie das Haupt zurück, und schaut empor<br
/> Zu ihm mit Augen, die von Tränen, fließen,<br
/> Und dennoch lächeln, ach, wie nie zuvor;<br
/> Da fühlt er all sein Blut zum Herzen schießen,<br
/> Ihm dämmert&#8217;s vor dem Blick, ihm klingt&#8217;s im Ohr;<br
/> Sich neigend bricht er – Schauer im Gemüthe –<br
/> Von ihrem Mund des ersten Kusses Blüte.</p><p>Was sonst die Stunde bringt, das sagen Lieder<br
/> Nicht aus. Gesegnet, wer es einst empfand!<br
/> Ein Hall davon klingt lang nachzitternd wieder<br
/> Durch all sein Leben sank im Sonnenbrand<br
/> Ihm längst der Jugend Blumenschmuck darnieder:<br
/> Im rothen Herbstlaub noch, im Schneegewand<br
/> Vernimmt er fern am stillen Tag die Weise,<br
/> Die ihm dies Echo singt und lächelt leise.</p><p>Noch halten sich die Liebenden umfangen,<br
/> Im Strom der Lust vergessend Welt und Zeit,<br
/> Da tritt die Gräfin ein. Mit heißen Wangen<br
/> Fliegt schamhaft an der Mutter Brust die Maid;<br
/> Und bald hat jene Wissenschaft empfangen,<br
/> Von dem, was längst das Herz ihr prophezeit.<br
/> Seit Wochen still gefaßt auf solch Begegnen,<br
/> Was anders kann sie heute thun, als segnen?</p><p>Gregor auch weist den Freier nicht zurück;<br
/> Doch forscht er, ohne seine Wahl zu schmälen,<br
/> Zuvor noch klüglich nach manch anderm Stück,<br
/> Als nach dem wahlverwandten Zug der Seelen,<br
/> Er meint, zu dauerhaftem Eheglück<br
/> Darf Haus und Herd als sichrer Grund nicht fehlen,<br
/> Und, alle Macht der Sympathie in Ehren,<br
/> Liebe, die hungert, wird nicht lange währen.</p><p>»Nur eine Hütt&#8217; und Sie!« ist leicht gesagt<br
/> Und schwer gethan. Auf Wochen laß&#8217; ich&#8217;s gelten.<br
/> Auf länger find&#8217; ich&#8217;s mindestens – gewagt,<br
/> Und mögt ihr mich darum prosaisch schelten.<br
/> Zwar Fälle giebt&#8217;s, wo Lieb&#8217; im Kleid der Magd<br
/> Erst ganz als Königin strahlt. Doch sie sind selten,<br
/> Wie Silberkrähn; und weise thut Gregor,<br
/> Zieht er dem Ausnahmsfall die Regel vor.</p><p>Doch fügt sich Alles bald. Valer ist zwar<br
/> Nicht eben reich, allein er hat zu leben;<br
/> Ein Gut ist sein, ein Sümmchen blank und baar,<br
/> Ein Haus am Rhein dazu, bekränzt mit Reben.<br
/> Dorthin, beschließt man, soll das junge Paar,<br
/> Sobald der Priester Hand in Hand gegeben,<br
/> Sich übersiedeln. Bis zur Hochzeitsfeier,<br
/> Das heißt bis Ostern, bleibt als Gast der Freier.</p><p>Er bleibt und sieht beglückt den Reiz der Braut<br
/> Sich voller stets und inniger erschließen!<br
/> Denn wie die Lilie blüht sie, frischbethaut,<br
/> Und sein ist all ihr Duften, all ihr Sprießen.<br
/> O schöne Tage, deren Himmel blaut,<br
/> Mit Schweigen lass&#8217; ich euch vorüberfließen,<br
/> Denn ihr seid eitel Glanz, und für den Dichter<br
/> Sind starke Schatten noth, wo hell die Lichter.</p><p>Wie kommt&#8217;s doch, daß wir besser Trauer singen,<br
/> Als Lust? daß mächt&#8217;ger stets ein Angesicht<br
/> Uns fesselt, dem vom Auge Thränen dringen?<br
/> Ist&#8217;s, weil der Menschenseele zartes Licht<br
/> Erst, wenn des Grames Schatten sie umringen,<br
/> In vollem Regenbogenstrahl sich bricht?<br
/> Ist&#8217;s, weil, seit Adam fiel, in jedem Herzen<br
/> Der letzte tiefste Ton ein Ton der Schmerzen?</p><p>Ein einzig Wölkchen dräut dem neuen Bunde,<br
/> Doch nur von fern. Des Hauses ältster Sohn,<br
/> Graf Paul, dem man nach Kasan hin die Kunde<br
/> Gesandt hat, scheint nicht sehr erbaut davon.<br
/> Er haßt, der Himmel weiß aus welchem Grunde,<br
/> Was deutsch sich nennt, und schreibt in bitterm Ton,<br
/> Als Schwager sei ein Russ´ im Bauernhemde<br
/> Ihm lieber, als ein Junker aus der Fremde.</p><p>Was ist dabei zu thun? Man läßt ihn grollen,<br
/> Man setzt sich drüber weg und doppelt leicht,<br
/> Weil Liebe Flügel hat. Indessen rollen<br
/> Die Nebel auf, wie Tag um Tag verstreicht;<br
/> Bald ist die Luft vom wärmerm Hauch durchquollen,<br
/> Im Garten schmilzt der Schnee vom Strahl erweicht,<br
/> Und glorreich endlich, Auferstehungswonne<br
/> Durch&#8217;s All ergießend, steigt die Ostersonne.</p><p>Und Hochzeit giebt es. Aus des Kirchleins Hallen,<br
/> Wo man die Ringe tauschte, geht&#8217;s zum Mahl,<br
/> Das man auf russisch hält; die Pfropfen knallen,<br
/> Die Gäste werden munter beim Pokal;<br
/> Ein Lied wird angestimmt, Trinksprüche schallen,<br
/> Man jauchzt, lacht, weint und küßt sich ohne Wahl;<br
/> Beim Nachtisch kniet Valer zu Anna&#8217;s Füßen<br
/> Und trinkt aus ihrem Schuh mit stummem Grüßen.</p><p>Und als der Abend dunkelt, steigt das Paar<br
/> Zum Hof herab, wo große Feuer brennen;<br
/> Dort tummelt sich der Knecht&#8217; und Bauern Schaar.<br
/> Welch froher Lärm! Welch Durcheinanderrennen! &#8216;<br
/> Der Glühwein dampft und macht die Kehlen klar,<br
/> Die Balalaika schwirrt, und auf den Tennen<br
/> Siehst du im Hemd, verbrämt mit Purpurschnüren,<br
/> Manch schwarzgeaugtes Kind den Reigen führen.</p><p>Doch kaum, daß die Vermählten man gewahrt,<br
/> Da drängt sich Alles zu und flüstert leise;<br
/> Der küßt der Braut die Hand, wie Schnee so zart,<br
/> Und der des Kleides Saum nach Slavenweise.<br
/> Da tritt ein Greis mit silberweißem Bart,<br
/> Geführt vom blonden Enkel, aus dem Kreise,<br
/> Und spricht, wie Citherschlag und Reigen schweigt,<br
/> Die Arme kreuzend und das Haupt geneigt:</p><p>Anna Petrowna, nimm zum hohen Feste,<br
/> Nimm deines alten Knechtes Segen an;<br
/> Gott sei mit dir, wie du uns stets die beste<br
/> Gebietrin warst, und hold zu jedermann;<br
/> Ach, daß du Täublein nun so weit vom Neste,<br
/> Hinwegfliegst aus des heil´gen Rußlands Bann!<br
/> Traun, Lieb&#8217; ist stark – doch wie wird uns geschehen,<br
/> Wenn wir dein Antlitz, Seelchen, nicht mehr sehen?</p><p>Denn du warst wie der Mond uns in der Nacht,<br
/> Du warst – er stockt und wischt die hellen Thränen<br
/> Sich mit des Aermels Pelz vom Auge sacht<br
/> Und muß sich schluchzend auf den Knaben lehnen.<br
/> Da geht durch Anna&#8217;s quellend Herz mit Macht,<br
/> Noch einmal hin der Heimath Lust und Sehnen;<br
/> Sie weint und lernt im höchsten Glück erkennen:<br
/> Es ist doch schwer, vom Vaterland sich trennen.</p><p>Ja, schwer ist jeder Abschied. Selbst vom Ort<br
/> Reizlos und traurig, wo wir Leid erfuhren,<br
/> Ziehn wir zuletzt nicht ohne Seufzer fort.<br
/> Wir drückten unsres tiefsten Wesens Spuren<br
/> Auf das, was stündlich um uns war, auch dort.<br
/> Ach, mit dem Braun der öden Haidefluren,<br
/> Den sand&#8217;gen Höhn, den düstern Föhrenbäumen<br
/> Verwuchs ein Stück von unserm Sein und Träumen.</p><p>Doch, wenn es gilt der Heimath Statt zu meiden,<br
/> Wo jeder Waldpfad Mährchen uns vertraut<br
/> Aus goldner Kindheit, wo von Glück und Leiden<br
/> Erinn´rung bebt in jedem Glockenlaut,<br
/> Altan und Garten in den Glanz sich kleiden<br
/> Der ersten Liebe, die nur sie geschaut,<br
/> Wo Giebel, Thürme, Wipfel alles wissen,<br
/> Was unser Herz beseligt und zerrissen:</p><p>Wohl drängt sich da mit Fug ein schmerzlich Ach<br
/> In&#8217;s Lebewohl. – Doch nun zu Anna&#8217;s Harme!<br
/> Sanft führt Valer sie fort; er fühlt es nach,<br
/> Was sie durchbebt, und schweigt im lauten Schwärme.<br
/> Erst spät, ganz spät, im stillen Brautgemach,<br
/> Da schließt er fest und treu sie in die Arme<br
/> Und spricht: O du, nun ganz und ewig mein,<br
/> Mein Herz soll fortan deine Heimath sein.</p><p>(aus einem größeren Gedicht)</p><p>Emanuel Geibel</p><p><font
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isPermaLink="false">http://weihnachten-neu.org/?p=910</guid> <description><![CDATA[<p
class="wp-caption-text">Adventgedichte: Die weiße Weihnachtsrose von Herrmann von Lingg</p><p> Die weiße Weihnachtsrose</p><p>Wenn über Wege tief beschneit Der Schlitten lustig rennt, Im Spätjahr in der Dämmerzeit, Die Wochen im Advent, Wenn aus dem Schnee das junge Reh Sich Kräuter sucht und Moose, Blüht unverdorrt im Frost noch fort</p><p>Die weiße Weihnachtsrose. Kein Blümchen <span
style="color:#777"> . . . &#8594; Read More: <a
href="http://weihnachten-neu.org/2009/10/adventgedichte-die-weise-weihnachtsrose-von-herrmann-von-lingg/">Adventgedichte: Die weiße Weihnachtsrose von Herrmann von Lingg</a></span>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
id="image" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img
class="size-medium wp-image-43" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;"  title="Adventgedichte, Winter, Schnee, Herrmann von Lingg, Die weiße Weihnachtsrose" src="http://www.weihnachten-neu.org/wp-content/uploads/2009/08/silvester-feuerwerk-gruesse-04-300x199.jpg" alt="Adventgedichte, Winter, Schnee, , Herrmann von Lingg, Die weiße Weihnachtsrose" /><p
class="wp-caption-text">Adventgedichte: Die weiße Weihnachtsrose von Herrmann von Lingg</p></div><p><h2>Die weiße Weihnachtsrose</h2></p><p>Wenn über Wege tief beschneit<br
/> Der Schlitten lustig rennt,<br
/> Im Spätjahr in der Dämmerzeit,<br
/> Die Wochen im Advent,<br
/> Wenn aus dem Schnee das junge Reh<br
/> Sich Kräuter sucht und Moose,<br
/> Blüht unverdorrt im Frost noch fort</p><p>Die weiße Weihnachtsrose.<br
/> Kein Blümchen sonst auf weiter Flur;<br
/> In ihrem Dornenkleid<br
/> Nur sie, die niedre Distel nur<br
/> Trotzt allem Winterleid;<br
/> Das macht, sie will erwarten still,<br
/> Bis sich die Sonne wendet,<br
/> Damit sie weiß, daß Schnee und Eis<br
/> Auch diesmal wieder endet.</p><p>Doch ist&#8217;s geschehn, nimmt fühlbar kaum<br
/> Der Nächte Dunkel ab,<br
/> Dann sinkt mit einem Hoffnungstraum<br
/> Auch sie zurück ins Grab.<br
/> Nun schläft sie gern, sie hat von fern<br
/> Des Frühlings Gruß vernommen,<br
/> Und o wie bald wird glanzumwallt<br
/> Er sie zu wecken kommen!<p>Herrmann von Lingg</p><p><font
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isPermaLink="false">http://weihnachten-neu.org/?p=863</guid> <description><![CDATA[<p
class="wp-caption-text">Gedichte zum Advent: Im Winter von Max von Schenkendorf</p><p> Im Winter</p><p>Die Tage sind so dunkel, Die Nächte lang und kalt; Doch übet Sternenfunkel Noch über uns Gewalt.</p><p>Und sehen wir es scheinen Aus weiter, weiter Fern&#8217;, So denken wir, die Seinen, Der Zukunft unsres Herrn.</p><p>Er war einmal erschienen In ferner <span
style="color:#777"> . . . &#8594; Read More: <a
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id="image" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img
class="size-medium wp-image-43" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;"  title="Gedichte zum Advent, Winter, Christkind, , Max von Schenkendorf, Im Winter" src="http://www.weihnachten-neu.org/wp-content/uploads/2009/08/teller-blumen-feuerwerk-silvester-300x199.jpg" alt="Gedichte zum Advent, Winter, Christkind, , Max von Schenkendorf, Im Winter" /><p
class="wp-caption-text">Gedichte zum Advent: Im Winter von Max von Schenkendorf</p></div><p><h2>Im Winter</h2></p><p>Die Tage sind so dunkel,<br
/> Die Nächte lang und kalt;<br
/> Doch übet Sternenfunkel<br
/> Noch über uns Gewalt.</p><p>Und sehen wir es scheinen<br
/> Aus weiter, weiter Fern&#8217;,<br
/> So denken wir, die Seinen,<br
/> Der Zukunft unsres Herrn.</p><p>Er war einmal erschienen<br
/> In ferner sel&#8217;ger Zeit,<br
/> Da waren, ihm zu dienen,<br
/> Die Weisen gleich bereit.</p><p>Der Lenz ist fortgezogen,<br
/> Der Sommer ist entflohn:<br
/> Doch fließen warme Wogen,<br
/> Doch klingt ein Liebeston.</p><p>Es rinnt aus Jesu Herzen,<br
/> Es spricht aus Jesu Mund,<br
/> Ein Quell der Lust und Schmerzen,<br
/> Wie damals, noch zur Stund&#8217;.</p><p>Wir wollen nach dir blicken,<br
/> O Licht, das ewig brennt,<br
/> Wir wollen uns beschicken<br
/> Zum seligen Advent!<p>Max von Schenkendorf</p><p><font
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isPermaLink="false">http://weihnachten-neu.org/?p=891</guid> <description><![CDATA[<p
class="wp-caption-text">Adventgedichte: Am andern Sonntag deß Advents von Sigmund von Birken</p><p> Am andern Sonntag deß Advents</p><p>Der Geistliche Lockheerd und Fallstrick</p><p>1. Jesu, als du erstlich kamest, Unser armes Fleisch annahmest, Zogest du sanftmütig ein. Ach dein andres Wiederkommen Wird zwar auch den Frommen frommen, Aber Bösen böse seyn: Da wirst du den <span
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id="image" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><img
class="size-medium wp-image-43" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;"  title="Adventgedichte, Christkind, Verlockung, , Sigmund von Birken, Am andern Sonntag deß Advents" src="http://www.weihnachten-neu.org/wp-content/uploads/2009/08/silvester-karte-kostenlos1-225x300.jpg" alt="Adventgedichte, Christkind, Verlockung, , Sigmund von Birken, Am andern Sonntag deß Advents" /><p
class="wp-caption-text">Adventgedichte: Am andern Sonntag deß Advents von Sigmund von Birken</p></div><p><h2>Am andern Sonntag deß Advents</h2></p><p>Der Geistliche Lockheerd und Fallstrick</p><p>1.<br
/> Jesu, als du erstlich kamest,<br
/> Unser armes Fleisch annahmest,<br
/> Zogest du sanftmütig ein.<br
/> Ach dein andres Wiederkommen<br
/> Wird zwar auch den Frommen frommen,<br
/> Aber Bösen böse seyn:<br
/> Da wirst du den Weitzen sichten,<br
/> Wie du findest, jeden richten.</p><p>2.<br
/> Darüm ach verhüt in Gnaden,<br
/> Daß mein Herz nit sey beladen<br
/> Mit der Erden-Eitelkeit.<br
/> Mach mich wachen, lehr mich beten,<br
/> Daß vor deinen Thron zutreten<br
/> Ich sey jede Stund bereit;<br
/> Dann ich weiß, du wirst einbrechen<br
/> Schnelle gleich den Regenbächen.</p><p>3.<br
/> Laß mich dann seyn aufgeschrieben,<br
/> Lis mich aus dem Buch der Lieben.<br
/> Lösch die schwarzen Schulden aus<br
/> Mit der Dinte deiner Wunden,<br
/> Daß ich werd ein Schäflein funden,<br
/> Ewig bleib in deinem Haus,<br
/> Wann der Teufel treibt zur Höllen<br
/> Seine Böck und Qual-gesellen.</p><p>4.<br
/> Vor mir ligen falsche Körner,<br
/> Wollust, Ehr und Reichtumsdörner<br
/> Auf dem Lockheerd dieser Welt.<br
/> Die Lockvögel aus der Höllen<br
/> Mir manch süsses Liedlein gellen,<br
/> Das auf mein Verderb gestellt.<br
/> Ach der Tod das Garn bald zücket,<br
/> Wie ein Fallstrick uns berücket.</p><p>5.<br
/> Gib mir Augen, recht zusehen,<br
/> Gib ein Herz, das mög verstehen,<br
/> Was zwar scheint, doch schädlich ist.<br
/> Jesu, meinen Sinn regire,<br
/> Daß der Feind mich nicht verführe<br
/> Mit dem schnöden Erden-mist,<br
/> Daß dein Tag mich nicht im Naschen<br
/> Auf dem Lockheerd mög erhaschen.<p>Sigmund von Birken</p><p><font
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